Man benötigt Yerba, einen Holzbecher, der eigentlich Mate heißt und ursprünglich aus ausgehöhlten Kürbissen hergestellt wurde. Dann noch ein Trinkrohr aus Metall, die Bombilla, und eine Thermoskanne mit heißem Wasser.
Der Uruguayo beginnt im Alter von 12-14 Jahren mit dem Matetrinken und hört damit sein Leben lang nicht mehr auf. Das wundert auch nicht: Der Trank ist stark und bitter, ein Suchtfaktor scheint garantiert. Wem es gar nicht schmeckt, der fügt Zucker hinzu. Im Durchschnitt konsumiert ein Uruguayo einen Liter vormittags und einen nachmittags.
Das Straßenbild ist vollkommen von dieser Tradition geprägt. Jeder zweite Uruguayo läuft mit dem Matebecher die Straße entlang, unter den Arm klemmt er sich die Thermoskanne. Immer wieder bleibt er stehen, um Wasser nachzugießen und zu schlürfen. Ich weiß nicht, ob ich dieses Erscheinungsbild lässig, kultig oder einfach nur umständlich finden soll...


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