Der ausrangierte Fernseher steht auf der Düne.
Das wirkliche Leben spielt sich dahinter ab:
Ein grauer Wolkenschlauch zieht südwärts,
Erdrückt das Meer und die Hütte.
Die Surfer verlassen die Wellen und suchen Zuflucht.
Das Dünengras zittert in wechselnden Winden.
Einzig der Leuchtturm lässt unbeirrt
Seinen Lichtkegel in die Ferne schweifen.
Nun habe ich doch endlich einen Ort in Uruguay mit Atmosphäre und Spirit gefunden: Das Stranddorf Cabo Polonio. Von der Bushaltestelle steigt man in einen Truck um, der das Dorf auf einer Sandpiste durch die Dünenlandschaft erreicht. Normale Fahrzeuge kommen hier gar nicht an.
Das Dorf ist eine Ansammlung verstreuter, einfacher Hütten, Strom kommt von der Solarzelle, Wasser aus dem Tank auf dem Dach. Die Atmosphäre gleicht der auf den ostfriesischen Inseln, nur ist alles einfacher, die Preise hingegen ähneln denen auf Sylt. Ich habe noch nie in einem so engen Hostel übernachtet wie hier, dennoch ist alles "buena onda" und "todo tranquiiii", was in Uruguay unglaublich wichtig ist.
Die Naturereignisse bestimmen den Tag: der wechselnde Wind, das Wolkenspiel, die Wellen, der Sternenhimmel.







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