Dieses kleine Land mit nur 3 1/2 Millionen Einwohnern erregt in vielerlei Hinsicht Aufmerksamkeit:
1. José Mujica
José Mujica, genannt Pepe, ist der weltberühmte Präsident Uruguays. Während der Diktatur war er Guerillakämpfer, was ihm 14 Jahre Gefängnis einbrachte, bis zu seiner Freilassung zu Demokratiezeiten. Er verzichtet darauf, in der Präsidentenvilla zu wohnen, statt dessen lebt er auf seiner Farm. Ebenso verzichtet er auf einen Großteil seines Gehalts, 90% spendet er an Charity-Organisationen und NGOs. Viele Uruguayos in diesem kleinen Land wissen, wo er zu Mittag isst, und man sieht ihn in seinem hellblauen VW Käfer herumfahren.
Jetzt stehen die neuen Präsidentschaftswahlen an. Da der Präsident laut Verfassung nicht wiedergewählt werden kann, hat sich der 77jährige Pepe ein neues Ziel gesetzt: Er möchte Kürbisse züchten.
2. Marihuana ist hier legalisiert. Man kann sich registrieren lassen, um in der Apotheke kleine Mengen zu einem staatlich festgelegten Preis zu erhalten. Offenbar kann man auch in der einen oder anderen Bäckerei nach einem "speziellen Brownie" fragen, der einem dann als "Bückware" überreicht wird.
3. Das Bildungsministerium hat eine Kommission beauftragt, Richtlinien zum Umgang mit sexueller Vielfalt zu erarbeiten. Im Entwurf steht, Lehrer sollen dazu ermutigt werden, sich vor der Klasse zu outen ("salir del armario"), um Schülern Möglichkeiten der Identifikation zu bieten.Schülern mit Trans-Identität soll erlaubt werden, ihren Vornamen zu ändern und die Toilette ihres Wunschgeschlechts aufzusuchen.

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