Hola! Me llamo Pamela. Soy una tortuga nina.
Hi Fans! Ich bin's, Pamela, die kleine Meeresschildkröte. Was ich erlebt habe, werdet ihr kaum glauben. Aber fangen wir von vorne an:
Ich weiß gar nicht, wer meine Mama und mein Papa sind, denn bei uns ist es so, dass sich die Eltern nicht groß um uns Kids kümmern. Eines Nachts kam meine Mum an den Strand von Montezuma gerobbt, legte einen Haufen Eier ab - in einem davon war ich - vergrub die Eier mehr schlecht als recht, und das war's. Und das geht so schon seit Jahrhunderten - immer derselbe Ort. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass man sich da ziemlich mies vorkommt, auf einmal Vollwaise, außer meinen Ei-bros keine Freunde weit und breit, die sich kümmern. Hinzu kommt, dass der Strand voll ist von streunenden Hunden, Seevögeln, aber auch Menschen, und viele davon haben Lust auf Spiegelei oder sogar Schildkrötensuppe 😠. Statistisch gesehen überlebt von 20 Geschwisterchen nur einer von uns - bei dem Gedanken wird mir echt übel.
Aber nicht alle Menschen sind so. Es gibt da ein paar Freaks, die nachts den Strand bewachen und die frisch gelegten Eier einsammeln. Carlos war meine Rettung: Der fröhliche Junge nahm mich und meine Folks vorsichtig in seine Hand und transportierte uns zu einer Art großem Sandkasten.

Dann buddelte er ein tiefes Loch und legte mich mit ca 10 Geschwistern zusammen hinein. Damit uns keiner dieser räudigen Pelikane etwas antun konnte, schnürte er das Sandloch mit einem Netz ein. So lagen wir dann einige Wochen faul rum, war ne echt coole Zeit sich von der Sonne wärmen zu lassen und zu Essen war auch noch genug im Ei. Irgendwann wurde mir der Eidotter aber echt zu eintönig und auch das Rumliegen wurde öde, ich bekam schon nen Koller vom Nichtstun. Da bin ich einfach mal raus, hab die Eierschale durchstoßen und prompt ein paar meiner Leute getroffen, die es auch nicht mehr ausgehalten haben. Nun gut, die anderen waren mir ziemlich egal, wir sind ja nicht so kuschelmäßig drauf.
Doch dann war da wieder Carlos. Keine Ahnung, woher der wusste, dass mir langweilig geworden war. Ich spürte, wie mich seine weiche Hand aufnahm und in eine Sandkiste legte. Meine Kumpels holte er auch dazu. Endlich ein bisschen Bewegung, das tat gut.
Schließlich harkte Carlos einen Strandabschnitt bis ans Meer hinunter und setzte uns in den Sand. Leute, ihr hättet dieses Meeresrauschen hören sollen, ein solcher Athmo-Sound, da musste ich einfach hin.
Also robbte ich mich vor, das war ganz schön mühsam. Und was hinzukam: Mehrere Menschen standen um mich herum und gafften mich an, wie ich mich abmühte. Konnten die sich nicht einfach ne Tierdoku angucken? Fix und fertig kam ich unten an, hörte die Wellen schon ganz laut. Die nächste Welle spülte mich weg, ich verlor die Orientierung und fand mich schließlich auf dem Rücken liegend im Sand wieder. Das muss peinlich ausgesehen haben, zumal ich mich nicht von allein umdrehen konnte. Wieder war es Carlos, der mir half, und die nächste Welle holte mich dann endlich ins Meer. Schwimmen ist echt easy, aber man muss verdammt aufpassen, da oben fliegt schon wieder der verdammte Pelikan...

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