Samstag, 19. Mai 2018

Wem der Schuh drückt



Wenn mich jemand fragte, woran ich eine Argentinierin erkenne, so fiele mir die Antwort leicht.  Sicher nicht am Gesicht, das durch die verschiedenen ethnischen Einflüsse mal sehr europäisch, mal eher latina wirkt. Schon eher an den luftigen Blusen, die im Sommer gern getragen werden. Ein wirklich untrügliches Kennzeichen aber ist die Schuhmode.

beliebte Arbeitskleidung

Nun gibt es eigentlich gar nicht so viel darüber zu erzählen, die Bilder sprechen für sich. Sehr beliebt sind Plateauschuhe, die im Durchschnitt 8-12cm hohe Sohlen haben, die aber bis zu 18 cm hoch sein können. Interessant ist die Ausstrahlung des Schuhwerks, das einen sonderbaren Widerspruch zwischen Klobigkeit und weiblicher Eleganz aushält. Ich jedenfalls finde es sehr unterhaltsam, auf der Straße flanierend den Blick nach unten schweifen zu lassen und zu beobachten, was frau beim Einkaufen, beim Ausgehen und auf der Arbeit so trägt. In langweiligen Teambesprechungen schaue ich mir immer die Schuhe meiner Kolleginnen genau an, und die Zeit vergeht wie im Fluge.

Für das Nachtleben in den coolen Etablissements

Aus medizinischer Sicht wird davor gewarnt, dauerhaft Plateauschuhe zu tragen; die Zahl der Läsionen sei sprunghaft angestiegen, seit sich diese Modewelle verbreitet hat. Dabei streiten sich die Gemüter: Andere Stimmen sagen, die anderswo so beliebten High Heels seien viel ungesünder, da man ja auf Plateaus eigentlich gerade laufe.

Für die heißen Tage

Geht man den Ursachen für diese Moderwelle nach, findet man in Blogs und Zeitungen wenig überzeugende Gründe: Weder sind Argentiniens Straßen schmutziger als in anderen Ländern, noch sind die Frauen kleiner als ihre chilenischen oder bolivianischen Nachbarinnen. Einzig der Wille, die eigene Figur im besten Licht – eben herausragend im wörtlichen Sinne - zu präsentieren, mag ein veritables Argument sein, wie es eben bei jeder Modeerscheinung der Fall ist.

Auch flache Schuhe finden sich, dann gern im Stil "1001 Nacht"

Samstag, 5. Mai 2018

Der Fluch der DNI


„No tengo DNI. Soy extranjero!” Ich könnte es zum Himmel schreien: „Ich habe keine DNI. Ich bin Ausländer!“ Das Fehlen eben dieser DNI macht mich in Alltagssituationen und Verwaltungsvorgängen zu einem Alien, der ungläubig angeguckt wird oder völlige Verwirrung und Hilflosigkeit beim Gegenüber auslöst.
Eine DNI (documento nacional de identidad) ist eine Nummer, die jedem Argentinier bei seiner Geburt zugewiesen wird. Sie ist Teil der Identität, jeder kann seine DNI auswendig, und das ist auch notwendig, weil man sie mehrmals am Tag aufsagen oder in einen Computer eingeben muss. Viele Länder haben dieses System, warum es das in Deutschland nicht gibt, weiß ich nicht. Wer kann schon die wirre Buchstaben-Zahlen-Kombination auf seinem Personalausweis auswendig? Und warum ist die Nummer auf dem Reisepass eine andere als im Personalausweis?

Ich hätte auch gern ein Dokument wie diese freundliche Dame

Die Verwirrung fängt schon bei der Supermarktkasse an, wenn ich mit Kreditkarte bezahlen möchte. Man muss ein Dokument zur Identifikation vorzeigen. Der Kassierer gibt normalerweise die DNI des Kunden in die Kasse ein, bei mir natürlich nicht. Manchmal führt das zu einer 20-minütigen Verzögerung, weil drei andere Kassierer um Rat gefragt werden müssen, verzweifelte Blicke getauscht werden müssen und ein anderes Kartenlesegerät beschafft werden muss. Währenddessen werden die Gesichter in der Warteschlange hinter mir immer müder und gelangweilter, aber nie verärgert, denn Warten ist man hier gewöhnt. Das Bizarre aber ist, dass es an einem anderen Tag in demselben Supermarkt überhaupt kein Problem damit gibt, die geheimnisvolle Buchstaben-Zahlen-Kombination meines Passes in die Kasse einzugeben.
Komplizierter wird das Ganze bei Verwaltungsgängen. Hier nennt man das „trámites“, das heißt soviel wie „Erledigungen“, impliziert aber zugleich, dass dies mit langen Wartezeiten und bürokratischen Vorgängen verbunden ist. Neulich wurden alle neuen Mitarbeiter der Schule aus dem Unterricht geholt, denn die Kreditkarten für das Konto, das der Arbeitgeber jedem neuen Mitarbeiter zuteilt, waren da. Dieser trámite erwies sich für alle neuen Mitarbeiter als ganz schlicht: Drei Bankangestellte hatten sich in einem Klassenraum versammelt, ein paar Unterschriften, ein Dokument mit DNI vorzeigen, und bitteschön, hier ist die Kreditkarte. Anders natürlich in meinem Fall: Ungläubiges Staunen, dass es eine menschliche Existenz ohne DNI gibt, aufgeregtes Telefonieren mit der Zentrale, eine halbe Stunde Warten (und mit unbeaufsichtigter Klasse) ohne Ergebnis; ich müsse in zwei Tagen mit meinem Pass bei der Filiale vorbeikommen, es gehe auch ganz schnell. Zwei Tage später in der Bank wussten alle schon von mir („Der Deutsche ohne DNI“). Dennoch habe ich dort erneut über eine Stunde verbracht, bis die freundliche Mitarbeiterin alle ihre Probleme, meinen Fall in die Computermaske einzuarbeiten, mit ihrem Vorgesetzten besprochen hatte und ich stolzer Besitzer einer Kreditkarte war.
Argentinien hat zwar viele Migranten, besonders aus Bolivien, Peru und Venezuela, da es aber Abkommen zwischen diesen Ländern gibt, haben sie sich auf ein einheitliches System verständigt, sodass die Verwaltungsakte besser fluppen. Ansonsten hat man den Eindruck, die Globalisierung ist hier nur in Maßen angekommen, was man daran sieht, was für einen exotischen Fall ich darstelle. Es gibt auch eine Strategie, die ich von anderen Deutschen erfahren habe, nämlich die Buchstaben auf dem Pass durch eine „0“ zu ersetzen. Der Erfolg ist unterschiedlich.

Selbst dem Papst ist es gelungen, seine DNI bis 2029 zu verlängern

Der absurdeste und zeitraubendste Fall, der mir bislang widerfahren ist, ist der Folgende: Von meinem Gehalt wird mir jeden Monat – wie bei jedem Angestellten – Geld für die „obra social“, eine Mischung aus gesetzlicher Krankenkasse und Gewerkschaft abgezogen. Um die Leistungen der Krankenkasse nutzen zu können, muss ich mich bei der „obra social“ registrieren. Diese verlangt jedoch von mir ein argentinisches Dokument, natürlich mit DNI, um mich in ihre Computermaske einarbeiten zu können. Es war seitens des Mitarbeiters wirklich großes Bemühen vorhanden, mich anzumelden, und mir wurden am Computer verschiedene Dokumente präsentiert, deren Vorlage ihm und mir bei der Bearbeitung weiterhelfen würden. Leider habe ich solche Dokumente noch nie in meinen Händen gehalten. Ich solle mir eine „residencia precaria“ besorgen, hieß es, die beinhalte eine vorläufige DNI. Bei der Migrationsbehörde (1 ½ Stunden habe ich dort zwischen den kleinen Bolivianern gewartet) darf man mir aber keine „residencia precaria“ ausstellen, denn dafür müsse mein Visum zwei Jahre gültig sein, aber meines ist nur ein Jahr gültig. Die absurde Folge ist, dass ich Gesundheitsabgaben zahle, ohne von den Leistungen profitieren zu können. „Así es Argentina“ – „so ist Argentinien“ kommentieren es mit einem Lächeln einige Menschen, denen ich davon erzähle. Mal sehen, wie diese Geschichte ausgeht. Ich bin noch unentschlossen, ob ich kapituliere oder versuche gegen die Windmühlen der argentinischen Bürokratie zu anzukämpfen…

Mittwoch, 28. März 2018

Schule auf argentinisch


Es ist Viertel vor Acht, ich betrete das Schulgebäude, gebe meinen Fingerabdruck ab, laufe die Treppe des Schulgebäudes hoch, und mir schallt ein fröhliches „Buen día, [ulritsch], cómo estás?“ entgegen. So kann der Tag beginnen. Die Secundaria der Schule ist ein Rechteck im ersten Stock mit einer Galerie um einen Innenhof herum. Um 10 vor Acht versammeln sich die Schüler/innen auf der Galerie, die Leiterin der Secundaria begibt sich ans Stirnende, nimmt ein Mikro in die Hand und begrüßt die Schüler/innen. Entweder gibt sie ihnen noch eine Lebensweisheit auf den Weg oder es gibt einen Gedenk- oder Feiertag, wie z.B. den día de la memoria, der an den letzten Militärputsch erinnert und zum Gegenstand der Ankündigung wird. Schließlich dürfen zwei Schüler/innen die argentinische Flagge hissen, und alle klatschen. Während dieses Szenarios bin ich allerdings im viel zu kleinen Lehrerzimmer. Dass es so klein ist, stört aber nicht so sehr, so redet jede/r mit jedem/r, und es gibt frisches Obst, criollos (kleine salzige Brötchen) sowie heißes Wasser für Tee, Mate und Kaffee.

unten Primaria, oben Secundaria
Um acht Uhr beginnt der Unterricht, die Klassenräume sind klein, entsprechend den kleinen Lerngruppen, und funktional mit kahlen, gemauerten Wänden und Schließfächern. Die Stühle sind alt und aus Metall und haben eine integrierte Schreibablage, wie man das aus den Highschool-Filmen kennt. Die Atmosphäre ist ungemütlich. Aber in jedem Klassenraum ist ein Whiteboard, dessen Möglichkeiten es für mich noch zu entdecken gilt. Die Schüler/innen sind meist noch müde, aber – so absurd, wie das klingt - gleichzeitig laut und lebhaft.
 
das viel zu kleine Lehrerzimmer - Grüße ans ASG
Drei Minuten nach acht kommt einer der vier preceptores in den Klassenraum und macht die Anwesenheitskontrolle. Ein preceptor ist eine geniale Einrichtung, so eine Mischung aus Verwaltungskraft und Sozialarbeiter, und entlastet die Lehrkraft um so ziemlich alles, was man in Deutschland als „Nebengeschäft“ eines Klassenlehrers versteht. Er ist der „Good Guy“ der Schüler/innen und steht ihnen bei Kummer und Streit mit Ratschlägen zur Seite, er vereinbart Termine mit Eltern, sammelt Zettel mit den Unterschriften der Eltern ein und weiß überhaupt alles, was man selber nicht weiß.

täglich frisches Obst

Das Unterrichtsgeschäft ist, ich habe es schon angedeutet, lauter und etwas gewöhnungsbedürtig. Die Schüler/innen melden sich eigentlich nicht, es sei denn, man fordert sie explizit dazu auf, sondern rufen die Antwort in den Raum, auch gerne mehrere gleichzeitig, sodass man eigentlich nur denjenigen mit der lautesten Stimme hört. Da in Argentinien eigentlich jede/r geduzt wird, bin auch ich für die Schüler/innen „Ulrich“, vielleicht auch mal „profe“. Die Stimmung ist eigentlich immer gut, es kann sein, dass jemand mal für eine Weile zum Schlafen den Kopf auf den Tisch legt, oder zur Entspannung ein wenig auf dem Handy herumspielt, Ermahnen hilft da nicht so viel, eher, das Handy gleich wegzunehmen. Interessant ist auch, die frei flottierende Anwesenheit: Die eine Schülerin ist für ein paar Tage in Brasilien, der andere vielleicht mal einen Tag in den Bergen angeln. Alle nehmen dies mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit hin.


ein "acto" zu Schuljahresbeginn
In Argentinien wird den Lehrkräften weniger Vertrauen geschenkt als in Deutschland. Ich habe es schon angedeutet: Vor und nach der Arbeit wird mit dem Fingerabdruck ein- und ausgecheckt, sodass ersichtlich ist, wer pünktlich kommt oder zu früh das Gebäude verlässt. Zu Schuljahresanfang muss man zudem für jede Lerngruppe haufenweise Papierkram erledigen. Zunächst erstellt man für jede Gruppe die requisitos. Darin steht, was von den Schüler/innen verlangt wird, welche Regeln einzuhalten sind und auf welcher Grundlage die Leistung bewertet wird. Eltern, Schüler und Lehrer unterschreiben das Formular. Als Zweites wird für jede Lerngruppe die aproximación diagnóstica erstellt. Auf dem ersten Eindruck der Lerngruppe basierend werden Stärken und Schwächen, das Sozialverhalten und die Lehrer-Schüler-Beziehung dokumentiert und daraus erste Maßnahmen für die Gestaltung des Unterrichts abgeleitet. Als dritter und vierter Schritt kommt dann die vorläufige und die endgültige Jahresplanung (planificación general), wieder für jede Lerngruppe. Dass dieser Haufen an Dokumenten als notwendig angesehen wird, mag daran liegen, dass es kein Referendariat gibt und viele irgendwie in den Lehrerberuf hereingerutscht sind. So arbeite ich mit einer Übersetzerin, einer Psychologin und zwei Studentinnen zusammen, was aber nicht heißt, dass diese nicht ganz tolle Arbeit leisten würden.

criollos (kleine salzige Brötchen) gibt es immer, zum Monatsende auch facturas (Teilchen)

Eine weitere Form Form der Kontrolle ist, dass man als „normale“ Lehrkraft in der Schule nicht drucken und kopieren kann. Arbeitsblätter und Tests sind 48 Stunden im Voraus an die Deutsch-Fachleitung zu schicken, diese lässt die Vorlagen dann kopieren. So behält die Fachleitung die Übersicht, was jede/r Kollege/in so treibt. Auch lässt sich so Papier sparen, denn wer ist schon so vorausschauend, 48 Stunden im Voraus Arbeitsblätter fertigzustellen? Wie so ein Schultag für die Schüler/innen endet, habe ich noch nicht mitbekommen. Das liegt daran, dass der Deutschunterricht in der Secundaria als so wichtig erachtet wird, dass er immer in den Vormittagsstunden liegt. Und weil ich im viel zu kleinen Lehrerzimmer keinen vernünftigen Platz zum Arbeiten habe, verlasse ich mittags nach meinem Unterrichtsende das Gebäude – der Fingerabdruck beim Check-out beweist es... Die übrigen Lehrkräfte machen das übrigens genauso, denn die meisten müssen zu ihrem Zweit- oder Drittjob fahren, weil das Einkommen für Lehrer so gering ist.

Wohnungssuche auf argentinisch

Hurra! Ich habe endlich ein Haus zur Miete, zwar ein viel zu großes, aber erschwingliches, schönes, in guter Lage und mit Garten und Pool. Das war aber ein steiniger Weg.


In Argentinien wird offenbar den Mitmenschen, wenn es um Geld geht, nicht viel Vertrauen geschenkt. Keine Ahnung, welche schlechten Erfahrungen man hier macht. Jedenfalls braucht man, um eine Wohnung mieten zu können, nicht nur ein solides Einkommen, sondern auch einen argentinischen Bürgen (garantia proprietaria) und meist auch eine weitere Person mit soliden Einkommensnachweisen (recibos de sueldo). Leider kenne ich keine reichen Argentinier, und ob sie mir vertrauen würden, wäre ja noch eine andere Geschichte, da es ja wie gesagt um Geld geht, also um heikle Angelegenheiten. Von daher kann ich allen Nicht-Argentiniern, die nicht mit reichen Argentiniern verschwipschwagert oder sonst wie verbandelt sind, eigentlich nur davon abraten, es hier zu versuchen, eine Wohnung zu mieten. Ich habe gefühlt mit allen Maklern des Ortes telefoniert. Die Garantien und Einkommensnachweise kommen sofort zur Sprache, und meist zeigen sie einem die Wohnung gar nicht, wenn man nicht zu 100% versichert, dass man die erforderlichen Nachweise erbringen kann.
Interessant ist auch, dass in diesem Land, wo alles etwas informeller abläuft, Makler ihre Wohnungen auf Facebook anbieten und die Verhandlungen über Facebook-Messenger oder Whatsapp laufen. So wurde mir auch mein achtseitiger Mietvertrag über Whatsapp zugeschickt, mit der Bitte, ihn dreimal auszudrucken.


Zurück zu den „garantias“: Viele deutsche Schulen in Argentinien bürgen für ihre deutschen Lehrkräfte, meine tut das aus irgendeinem (un-)gesunden Misstrauen heraus nicht. Ich hatte beim Makler schon eine Reservierung für mein Haus, weil ich versicherte, die Schule würde mir helfen, aber der allzu mächtige Schulvorstand (das höchste Leitungsgremium, das aus sieben Eltern der Schulkinder besteht) hüllte sich eine Woche lang in Schweigen, unwillig mir die Bürgschaft auszustellen, aber ebenso unwillig, mir direkt „Nein“ zu sagen. Als die Reservierung zu verfallen drohte, machte eine Kollegin in der Schulleitung Druck beim Vorstand, und prompt wurde ich zum Gespräch gebeten: Der mächtige Schulvorstand schlug mir vor, monatlich 20% meines Gehalts als Kaution einzubehalten und mir im Gegenzug die Bürgschaft auszustellen. Ich habe das abgelehnt, denn das Gehalt in Argentinien ist sowie schon sehr niedrig und ich hätte einen Buchhalter einstellen müssen, um da den Überblick zu behalten. Schließlich gibt es im Juli einen Inflationsausgleich von 5%, im Februar von 10%, was aber nicht die eigentliche Inflation abdeckt. Hingegen steigt die Monatsmiete halbjährlich um 12,5%, was schon eher der tatsächlichen Inflation gleichkommt. Letztendlich habe ich dem Vorstand eine Kaution als Einmalzahlung hinterlegt, sodass ich jetzt eigentlich mein eigener Bürge bin. Der Vorstand möchte mich einmal halbjährlich besuchen kommen, um sich zu vergewissern, ob ich das Haus auch nicht ruiniere. Das stelle ich mir ganz putzig vor, wenn ich die wichtigen Herren empfangen darf…
Wie oft in Argentinien, ging dann alles auf den letzten Drücker und klappte aber trotzdem: beglaubigte Unterschriften des Mieters und des Bürgen beim Notar, Geld tauschen für die Maklerkaution (aus dem Geldautomaten kommen immer nur maximal 3000 Pesos = 120,-€), Mietvertrag abgeben und bezahlen, zu Arentas gehen, weil für Menschen ohne argentinische Passnummer nochmal alles extra beglaubigt werden muss (typisch Argentinien), Schlüssel in Empfang nehmen.


Mit dem Einrichten habe ich gerade erst begonnen, das aber wiederum ist recht leicht zu organisieren. Irgend jemand kennt einen, der second-hand-Möbel verkauft, und schon hat man 28 Bilder auf Whatsapp mit Bildern von Möbeln, die man vielleicht gebrauchen könnte. Auch der Transport ist leicht zu organisieren. Es gibt hier „fleteros“, das sind Menschen, die den ganzen Tag mit dem Lieferwagen („flete“) durch die Gegend fahren, um Sachen von A nach B zu transportieren. Wenn man das organisiert hat, ist einziehen ein bisschen wie Weihnachten, weil es ständig klingelt und die fleteros einem Möbel ins Haus tragen.