Im fensterlosen Raum,
beschienen nur vom Oberlicht,
steht
ein alternder Kopierer.
Ein stilles Mauerblümchen,
wäre er nicht von stattlicher Statur.
Das Tastenwerk
ist klar strukturiert:
eine Vielfalt liebevoll
angeordneter Optionen,
scheinbar leicht zu durchschauen.
Tagein, tagaus
ergibt er sich
der nicht enden wollenden,
immer gleichen Reproduktion.
Der getaktete Auswurf von
Arbeitsblättern
ist Zeichen seiner Qualität.
Mit digitalen Medien
hat er sich arrangiert,
doch lieber noch
ist ihm die papierne Vorlage
als der kühle, metallische
Kontakt des Daten-Sticks.
Das doppelseitige Kopieren
verursacht ihm Schmerzen.
Nein – angenehmer ist es
die Anforderungen ganz
chronologisch abzuarbeiten,
statt dissonante Vielstimmigkeit
zu ertragen.
Dann ganz plötzlich -
ohne Warnung -
geschieht die überraschende Reaktion:
Papierstau!
Er stoppt und behält das für sich,
was andere von ihm erwarten.
Vergeblich das Öffnen der
unüberschaubaren
Klappen und Türen,
das Drehen an Rädchen,
der Blick ins Papierfach.
Etwas verbirgt er
dem verzweifelten Betrachter.
Was also tun
mit diesem dienlichen
und doch nicht störungsfreien
Gerät?
Gewährt man ihm Pausen?
Tauscht man ihn ein
gegen ein brauchbareres Pendant?
Oder schenkt man ihm
eine Abwechslung
vom immer Gleichen?
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